Ich komponiere Oper und Musiktheater wie ein Bekloppter.
2014 fertigte ich während meines Masters in München bei Moritz Eggert mein erstes abendfüllendes Musiktheater an, ein "Experimentelles Musical" zu der Roland-Schimmelpfennig-Fassung von "Alice im Wunderland", aufgrund dessen ich einen Auftrag für die Hamburgische Staatsoper (opera stabile) erhalten habe, dessen Ergebnis die zweistündige Kammeroper "I.th-Ak.A." war. Danach gab es meinen ersten Versuch eines Musiktheaters für Junges Publikum, "Die Schneekönigin" an der deutschen Oper Berlin (Tischlerei), die dann dort 86 Mal über fünf Jahre gespielt worden ist.
Seitdem durfte ich für Häuser wie u.a. Opernhaus Zürich, die komische Oper Berlin, Deutsche Oper am Rhein, die Semperoper, Aalto Musiktheater, Theater Luzern und die Neuköllner Oper Werke komponieren, die oft die Grenze zwischen Oper, Musical und Musiktheater erforschen, sowie immer wieder das junge Publikum direkt ansprechen. Vielleicht das größte Glück ist die Zusammenarbeit mit großartigen Kolleg*innen gewesen, wie Brigitte Dethier, Susanne Lütje & Anne X. Weber, Christian Schönfelder, Louisa Proske, Theresa von Halle, Helmut Krausser, Claudia Blersch, Carolin Mittler, Momme Hinrichs, Paul-Georg Dittrich u.v.m.
Als Komponist träumt man von einer Professur bei einer angenehmen Uni in einer tollen Musikstadt, 2024 wurde diesen Traum für mich war, und seitdem lehre und forsche ich an der Musik und Kunstuniversität der Stadt Wien, wo ich eine tolle Nachwuchspersönlichkeit nach der anderen kennenlernen und betreuen darf.
Das ist soweit meine berufliche Story. Darf ich auch deine erfahren?

In meiner Musik suche ich eine emotionale Tiefe und einen sehr hohen künstlerischen Anspruch bei einer niederschwelligeren Zugänglichkeit, v.a. Humor, das feine Spüren von emotionalen Situationen, Experimentierfreudigkeit, Unterhaltung und Räume für ästhetische Reflexion.
Im Bereich der Konzertmusik habe ich u.a. für das Ensemble Resonanz, l'Orchestre Philharmonique de Radio France, Melbourne Symphony Orchestra, Gaudeamus Muziekweek, aDevantgarde Festival und die Neue Philharmonie München u.a. gearbeitet.
Ich sehe hier "Wachstumspotenzial" und würde mich sehr über mutige Veranstalter*innen, Intendant*innen und Musiker*innen freuen!!
Seit vielen Jahren interessiert mich sonderlich die Verbindung moderner, nicht-klassischer Musik-Genres mit der klassischen Kompositionstradition. Diesen Ansatz nenne ich Cross-Genre-Composition und habe ich ausführlich in meiner künstlerisch-wissenschaftlichen Forschung reflektiert. 2018 promovierte ich zu diesem Thema an der HfMT Hamburg.
Gerade bin ich dabei, Kompositionen dieser Art zunehmend in Kollaboration und anhand Jams, Laboren und Co-Writing-Sessions zu entwickeln. Dabei interessiert mich neben neuen ästhetisch-musikalischen Wegen und Prozesse sowie Fragen bzgl. des Authors und der Ontologie von Komposition der klassischen Tradition.
Aus solchem philosophisch-akademischen Betreben ist eine tiefe Verbindung zur Hochschullehre und -forschung geboren. So unterrichtete ich zwischen 2018-2024 an der HfMT-Hamburg und ab 2024 trat ich eine Stelle als Professor für Komposition an der Musik- und Kunstuniversität Wien an, wo ich zur Zeit Komposition (zentral künstlerischer Fach), Elektroakustische Musik und Cross-Genre unterrichten darf.
Neben künstlerischer Praxis, der künstlerisch-wissenschaftlichen Forschung und die Hochschullehre kuratiere ich - zusammen mit der Pianistin Henriette Zahn - das zweijährige NORDLIED-Festival für progressive Liedkunst in Hamburg, das neue Formate des Liederabends erforscht, und diese in einem diskursiv-aktiven gesellschaftlichen Kontext setzt.
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